[[Wir sind alle allein und niemand kann dir den Schmerz nehmen. Sie können dir nur helfen ihn für eine Weile zu vergessen, eine Nacht ruhig zu schlafen, einen Tag nicht zu weinen und zu schreien. Doch das ist nie von Dauer. Die Realität lässt ihre Kinder niemals frei.]]

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Hungern, um die Leere zu füllen.

Doch schafft der Hunger nicht noch ein größeres Loch?

Der Hunger, ein rasendes, wütendes Monster, mit jedem Bissen, den du nicht isst, fordernder als zuvor.

Er verzehrt dich, zeigt dir die Grenzen des menschlichen Daseins auf, führt dir deine finsteren Gelüste, dein Versagen, deine Schwäche so genau vor Augen, diese Schwäche, die du so verzweifelt zu leugnen versuchst, vor dir selbst und vor den anderen.

Du, du benötigst keine Nahrung, stehst über diesem niederen menschlichen Verlangen, mit einem Gefühl von Macht, von Kontrolle, das die Grausamkeit des Hungerns die meiste Zeit zu überspielen vermag.

Schließt deine Augen vor den Momenten in denen deine Welt zusammenbricht, in der deine schmalen Schultern diese selbstauferlegte Last nicht mehr zu tragen vermögen, verdrängend, bis der nächste Schritt auf die Waage dich wieder bestätigt, in deinem Vorhaben, deinem Streben nach unerreichbarer Perfektion, diese berauschende Macht dich erneut durchströmt, antreibt.

High vom Hunger und von der Kontrolle, merkst du nicht, dass du diese schon längst nicht mehr besitzt, abhängig von deiner Nahrungsunabhängigkeit.

Und jeden Tag ein Stückchen weniger von dir, blickst dem Tod ins Aug, lachst, sagst es geht dir gut, und lachst, und lachst, bis dein geschundener Körper eines Tages dein Gewicht nicht mehr zu tragen vermag, zu schwach ist, auch nur den Schatten deines früheren Selbst aufrecht zu erhalten, all deine Taten Lügen straft, sich dir trotz -oder wegen?- deiner Restriktionen widersetzt, zusammenbricht.

In deinem krankhaften Wahn nach Kontrolle bemerkst du die Zeichen nicht, den kalten Atem des Todes, dein sich dir versagender Körper stachelt deine Wut nur noch mehr an, du, du bist hier doch Herrscher, in diesem Krieg gegen dich selbst, nicht diese Verkörperlichung des Abschaums, die du so verzweifelt bekämpfst.

Also schließt du die Augen vor der Realität, erneut, und tust, was du nach hungern am besten kannst: verleugnen.

Und wenn du eines Tages tatsächlich siehst, was du angerichtet hast, dann scheint es wirklich nicht mehr in deinen knochigen Händen zu liegen.

Selbst im angesicht des Todes wird jeder Bissen zur Qual, im verzweifelten Versuch zu retten, was noch zu retten ist, und du wirst aufgeben wollen, die Gefühle die jetzt deinen Tag bestimmen, der Schmerz, der Hass, die Wut, die Angst, die Angst!, so viel unterdrückte Angst, so viel schwerer auszuhalten als das nagende, schreiende Gefühl in deinem Innerem, dass du jetzt wieder wagst beim Namen zu nennen, kannst auch du nicht ewig der Realität entfliehen: Hunger.

Das Gefühl, welches du verleugneste, vor dem du flohst, dass dich Stunde um Stunde gejagt und nun gefunden hat.

Dein sorgsam gebautes Kartenhaus aus Lügen und Illusion bricht über dir zusammen, und entweder rennst du, öffnest deine Augen, wagst den Schritt nach vorne, oder du bist tot. 

Friss oder Stirb.

Du hast die Wahl.

 

(c) marya.

 



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